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2015

Bodenseefestival 2015

Südkurier 04-2015

Die „Lange Nacht der Stimmen“ in Kressbronn begeistert das Publikum

Im Rahmen des Bodenseefestivals gibt es vom Kinderchor zur A-cappella-Sensation bei der „Langen Nacht der Stimmen“ in Kressbronn Feinstes zu hören.

Mut Kressbronn 4-2015

MuT - Männer und Tenöre aus Kressbronn waren eines der fünf Ensembles, die bei der „Langen Nacht der Stimmen“ in der Festhalle Kressbronn auftraten und das Publikum begeisterten. | Bild: Rüdiger Schall

Fünf verschiedene Gesangsgruppen an einem Abend – die „Lange Nacht der Stimmen“ in der Festhalle Kressbronn hat fast schon die Dimension eines Festivals im Bodenseefestival, in dessen Rahmen sie stattfindet. „Ich hoffe, Sie haben Ihre Erwartungen hoch genug geschraubt“, dämpft Moderator Ralph Kolars nicht gerade die Erwartungen. Aber zu groß gesprochen ist das nicht, denn drei von fünf Formationen haben Heimvorteil: Die „Klangschwestern“ Esther Pelleg und Anette Zanker-Belz sind bestens integrierte Ex-Kressbronnerinnen, den „Männern und Tenören“ gehörte Kolars gar sieben Jahre selbst an, und der zum Auftakt singende Kressbronner Kinder- und Jugendchor.....

Die Herzen von „Männer und Tenöre“ (MuT) sind bei diesem Abend dagegen bei Matthias Johler: Er kämpft im Krankenhaus mit den ernsten Komplikationen einer Blinddarm-Operation, wie Klavierbegleiter und Gründungsmitglied Alexander Matt sagt. Aus Respekt vor dem Publikum hat das verbliebene Quintett den Auftritt nicht abgesagt – und umdisponiert: Alexander Matt reiht sich in die Reihen der Sänger ein, und ohne Klavier geht es durch frisch einstudierte Preziosen. Da macht ein uraltes Werbelied fürs Mundwasser „Odol“ jedem Madrigal Konkurrenz, und das männliche Balzverhalten schwankt heftig zwischen Ergebenheit und Dreistigkeit: „Lass mich dein Badewasser schlürfen, einmal dich abfrottieren dürfen, und deine Oberweite messen, und alle andern Frauen vergessen.“ Das dichteten die Comedian Harmonists in den 1930ern. Wer die Zeile mit dem Badewasser bislang den Rappern des Rödelheim Hartreim Projekts zuschlug, stellt fest: die haben sie nur dreist geklaut. Matthias Johler ist zwar nicht zu ersetzen, doch MuT meistern die Situation glänzend und mit frischem Witz. Wenn MuT am 27. Juni in Eschach mit dem dortigen Männergesangverein auftreten, wird Johler hoffentlich über den Berg sein......

 

Atrium Friedrichshafen 12-2015
Schwäbische Zeitung

Ein Gesangssextett mit Witz und Ernst

„Männer und Tenöre“ tauchen im Atrium in die Welt der 20er- und 30er-Jahre ein

sz Atrium 12-2015

Ein wahrer Hörgenuss ist ein Abend mit den „Männern und Tenören“ Alexander Matt, Thomas Menzel, Johannes Wargenau, Thomas Waldherr, Markus Stürzenhofecker und Matthias Johler (von links).


 

 Wo die „Männer und Tenöre“ angesagt sind, strömen die Fans. So hat auch das Atrium in der Caserne am Samstagabend die Zuhörer kaum fassen können.

Zum harten Kern mit Bassist, Pianist und Arrangeur Alexander Matt, den Bassisten Matthias Johler und Markus Stürzenhofecker und Countertenor Thomas Menzel sind seit Juli 2014 mit Thomas Waldherr und Johannes Wargenau zwei neue Tenöre hinzugekommen. Damit ist das Sextett, das sich den Liedern der legendären Comedian Harmonists und ihrer Zeit verschrieben hat, wieder komplett. Sicht- und hörbar sind sie wieder zu einer Gruppe verschmolzen, die sich bestens versteht, mit viel Lust und Laune ans Werk geht, einander vergnügt auf die Schippe nimmt und zugleich mit vollem Ernst und perfektem Gesang erfreut.

Wie schön ist es doch, Stimmen pur zu hören, ohne Elektronik, a cappella zu sechst oder von Alexander Matt am Klavier begleitet. Immer wieder andere treten solistisch hervor, wobei der Countertenor ebenso hervorsticht wie die tiefen Bässe, und reihum machen sie die Ansagen, die – dem Programmtitel entsprechend – dem Begriff „Kavaliere“ nachsinnen oder auch von den Original Comedian Harmonists erzählen....

Klassiker und neue Titel

.....Der „kleine grüne Kaktus“ stach diesmal gleich am Anfang zu, nicht fehlen durften auch Comedians-Klassiker wie „Veronika, der Lenz ist da“, „Onkel Bumba aus Kalumba“ oder „In der Bar zum Krokodil“. Witz war auch angesagt mit neuen Titeln wie der tiefernst vorgetragenen Ode an ein Zahnputzmittel: „Odol ist das Beste für die Zähne“ oder der Streifzug durch die Welt der besoffenen „Philosoffen“ – Prost!

Schwelgen durfte man in Liebesträumen, ob mit der Barcarole oder im augenzwinkernden „Lass mich dein Badewasser schlürfen“ oder jazzig mit „Stormy Weather“. Schön war, dass die Männer – hier seien die Tenöre dazugezählt – auch ohne Ironie Besinnlichkeit zulassen: in der „Kleinen Frühlingsweise“, in der ein Frost über Nacht die Idylle zu zerstören scheint, ebenso wie im Abschiedslied der Comedians „Morgen muss ich fort von hier“.                                                                          Christel Voith

 

Atrium Friedrichshafen
12-2015
Südkurier

Schnieke wie die Königspinguine

Wenn es ganz bestimmt nicht schneit, dann ist wieder Weihnachtszeit – Männer und Tenöre machen sich breit und pfeifen auf Besinnlichkeit, zumindest, was die Texte angeht: Zwölf Jahre nach ihrer Gründung singen sie im ausverkauften Theater Atrium – eben dort, wo 2003 ihr allererstes Konzert stattfand. Von der Gründungsmannschaft ist mit Alexander Matt, Thomas Mentzel und Markus Stürzenhofecker noch die Hälfte an Bord. Im Lauf der Jahre runderneuert um Johannes Wargenau, Thomas Waldherr und Matthias Johler, haben die befrackten Herren auch inhaltlich neue Horizonte in den Blick genommen. Den Comedian Harmonists bleiben sie treu, aber hinzu kommen Lieder von den Wise Guys, 6-Zylinder und Max Raabe.

Trotzdem klingen MuT immer nach MuT – sechs wie von Loriot gezeichnete Kavaliere, die auch die neuesten Lieder der Comedian Harmonists-Urenkel ins Klangbild der Weimarer Republik zurückversetzen. ...

Egal was kommt, und sei es die Versuchung: diese Sechs wahren die Haltung eines frisch gebügelten Königspinguins. Geschmachtet wird mit Haltung: „Schöne Nacht, du Liebesnacht, o stille mein Verlangen“, wohllauten sie mit Worten von Jacques Offenbach – und bei allem ironischen Augenzwinkern, das gerade die formvollendete kragensteife Garderobe signalisiert, fehlt es doch keineswegs an anrührenden Momenten – gerade bei den alten Volksliedern, derer sich auch die Comedian Harmonists angenommen haben. Zuvorderst mit „Guter Mond, du gehst so stille“. Die stille Einkehr eines getöteten Traums spricht wiederum aus „Morgen muss ich fort von hier“....

Eines der größten Kabinettstücke von „Männer und Tenöre“ ist das Lied für Odol Mundwasser aus den 1930er-Jahren. MuT verwandeln einen trockenen Werbespruch in ein kühn geschichtetes Madrigal. ...

Ob auch die Angebetete dieser Zeilen sich wohl gerade mit Odol präpariert? „Lass dir beim Gurgeln in den Mund sehn / und deiner Seele auf den Grund gehn“. Nein, hier sind nicht die Wise Guys am Werk, sondern einmal mehr die Comedian Harmonists, deren Witz auch nach fast 80 Jahren noch immer unerhört frisch ist. Solche Zeilen haben es verdient, mit amourösen Offenbarungen belohnt zu werden: „Lass mich doch deine Wimpern pinseln / vor deinem Himmelbettchen winseln“. Eine Frau wird solches Bitten allein schon aus gebotener Klugheit erhören. Einen derart schnieken Bettvorleger kriegt sie schließlich nie wieder.                                   Harald Ruppert

 

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