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2018

MuT in der Christuskirche in Pfullendorf
21.01.2018

Südkurier

Sechs Kavaliere bringen Frühlingsgefühle in die Christuskirche

Männer und Tenöre gastieren in Pfullendorf und überzeugen nicht nur mit ihren schönen Stimmen, sondern auch mit humorvoller Moderation.

Pfullendorf_1_2018Mit samtweichen Stimmen bringen die Kavaliere von "Männer und Tenöre" den Frühling in die Christuskirche. Von links: Alexander Matt, Thomas Mentzel, Johannes Wargenau, Thomas Waldherr, Markus Stürzenhofecker und Matthias Johler.

 | Bild: Stefanie Lorenz

 

Kokettiert der Titel des neuen Programms gekonnt mit dem eigenen Image? Nur "verMuTlich Kavaliere" lautet er. Aber nein! Sie sind Kavaliere durch und durch, die Jungs des a-capella-Ensembles "Männer und Tenöre" – kurz MuT – vom exakten Scheitel bis hin zur Sohle der auf Hochglanz polierten Lackschuhe. Weil sie unverschämt gut aussehende Kerle in Frack, Hemd und Fliege sind. Und weil sie mit samtweichen, gefühlvollen Stimmen im puren a-capella-Gesang Geschichten erzählen von der Magie der Liebe und des Kusses ("Küssen kann man nicht alleine"). Weil sie Frauen galant mit Blumen vergleichen (da darf es dann auch mal ein "kleiner grüner Kaktus" sein) und es bei einem wunderbaren Konzertabend in der Christuskirche geschafft haben, das Wintergrau draußen vergessen und beim Publikum einen zarten Hauch von Frühlingsgefühlen aufkommen zu lassen. "Sucht die Schönheit im Leben, steht nicht daneben!" – 150 hingerissene Zuhörer, die sich die Hände bei donnerndem Applaus ordentlich warmgeklatscht haben, tragen diese musikalische Anweisung in der "kleinen Frühlingsweise" am Ende gerne mit nach Hause.

Grammofon und der obligatorische grüne Kaktus als Dekoration – in der voll besetzten Christuskirche ahnt das Publikum schon vor Konzertbeginn, dass die "Comedian Harmonists" ein Thema sein werden.... Doch die Boygroup im Frack belässt es nicht beim schieren Nachsingen der Lieder, sondern setzt mit ihren besonderen Stimmen und mit frechen Parodien sowie witziger Moderationen eigene Akzente.

Pfullendorf_2_2018Eine schöne Bass-Stimme, feine Gitarrenklänge und ein wunderbarer, selbstironischer Darsteller: Matthias Johler glänzt am Sonntagabend beim Konzert.
| Bild: Stefanie Lorenz

 

... Eine ausgewogene Portion Selbstironie macht die sechs Jungs im Laufe des Abends schnell zu Sympathieträgern, sie kokettieren charmant mit ihrem Aussehen und ihrem Alter.

Die musikalische Vielfalt tut ein Übriges zum Erfolg: Hüften zucken beim Rumba mit Onkel Bumba aus Kalumba und sogar die klassische Mozart-Serenade wird kurz geschmettert, bevor sie in schmissige Schlager ("Buona sera signorina") sowie sogar in jazzige Töne mit Kontrabassbegleitung übergeht. Auch vor einer Hymne an das Mundwasser Odol schrecken die sechs wackeren Kavaliere nicht zurück – sie klingt trotz so unromantischer Wortschöpfungen, wie dem "Dresdener chemischen Laboratorium", fast ein bisschen wie ein Liebeslied. Und nicht zuletzt wagen sie sich gar an bajuwarische Weisen, ausgerüstet stilecht mit bayerischen Seppelhüten, die nicht vom ruhigen Charme des anrührenden Volksliedes "Fein sein, beieinander bleibn" ablenken, das es auch noch für Sekunden nach seinem Ende still sein lässt in der Christuskirche.

Das Konzert ist für viele eine Reise in die Vergangenheit, leise singt so mancher Zuhörer die Texte mit, die er noch aus Kindheit und Jugend erinnert, es wird mit den Fingern geschnipst, die Füße wippen. Die Parodien und witzigen Moderationen sorgen jedoch dafür, dass es niemals zu verklärt-nostalgisch wird. Am Ende ist es das Wiegenlied "Abend wird es wieder", eine der mit tosenden Applaus erklatschten Zugaben, mit dem Männer und Tenöre ihr Publikum in die kalte Januarnacht entlassen. Alle Fragen sind geklärt: Es waren natürlich Männer, Tenöre UND echte Kavaliere am Werk. Oder um es mit Zuhörer Philippe Kölliker zu resümieren: "Das ganze Paket ist einfach super."                                     Stefanie Lorenz

 

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